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Richtig füttern

Jeder tut es. Hoffentlich. Aber weiss auch jeder wirklich was er da tut ?

Die auf den Futterdosen abgebildeten Fische geben zwar einen groben Hinweis für welches Tier dieses Futter geeignet sein mag aber was tun wenn mein Tier nirgends abgebildet ist? Machen wir doch einen kurzen Ausflug in die Welt des Futters.

Man könnte Bücher zu diesem Thema schreiben aber wir wollen uns kurz fassen und uns mit einem schnellen Überblick begnügen. Ausführlichere Informationen erhält man im Fachgeschäft.

Futtertechnisch betrachtet unterscheiden sich unsere Zöglinge in drei grosse Gruppen:

  • Die Allesfresser (die Omnivoren)
  • Die Pflanzenfresser ( die Herbivoren)
  • Die Fleischfresser (die Carnivoren)

Dementsprechend bietet der Handel auch Flocken, Granulate, Pellets, Wafers, Sticks, Pasten, Tabletten und Staubfutter für jede der drei Kategorien an. Wer seinem Pflanzenfresser nun herbivore Kost anbietet macht schon mal nicht alles falsch, darf sich aber nicht wundern wenn der Fleischfresser dieses Futter verschmäht und vor sich hin vegetiert. Zu wissen welche Tiere man pflegt und welche Ansprüche sie haben ist also wieder einmal eine grundlegende Voraussetzung für ein gut funktionierendes Becken und gesunde Tiere.

Genauso wichtig wie das Futter der richtigen Gruppe für das richtige Tier ist die Vielfalt und Abwechslung innerhalb der Futterkategorie zu gewährleisten.

Trockenfutter bildet gemeinhin die Basis für die tägliche Fütterung. Daneben sollte Frostfutter fester Bestandteil des Speiseplans sein. Dieser sollte dann durch Lebend- resp. Frisch- und Grünfutter ergänzt werden.

Die Klassiker des Frostfutters sind Artemia salina, Wasserflöhe (Daphnia), rote, weisse und schwarze Mückenlarven sowie Tubifex. Diskusfutter ist noch ein weiteres, grosses Kapitel und wird vielleicht einmal separat behandelt werden.

Ebenfalls zum Frostfutter zählen verschieden pflanzliche Sorten und Mischungen. Mischfutter ist ebenfalls im carnivoren/omnivoren Bereich eine gerngesehene Alternative.

Frostfutter sollte optimalerweise zuerst aufgetaut und in einem Küchenkrepp oder Artemiasieb abgespült werden. Das Tauwasser gehört nicht ins Aquarium. Die wenigsten Aquarianer befolgen jedoch diese Regel. Der Autor dieser Zeilen inbegriffen 🙂

Kommen wir dann noch zum Lebendfutter. In der Kategorie Pflanzenfutter sprechen wir dagegen von Grünfutter (Salat und Gemüse).

Lebendfutter besteht in der Regel aus Frostfuttertieren bevor sie eingefroren wurden, also ebenfalls Artemia salina, Wasserflöhe (Daphnia), rote, weisse und schwarze Mückenlarven sowie Tubifex.

Auch dieses Futter sollte durch ein Sieb laufen um die Nährlösung vom Futter zu trennen. Und dies ist wirklich wichtig, das macht sogar der Autor. Lebendfutter muss zwingend gekühlt werden und sollte innerhalb weniger Tage verfüttert sein. Trübe und übelriechende Beutel sowie tote Larven sollten entsorgt werden.

Grünfutter muss unbehandelt sein und sollte kurz mit heissem Wasser übergossen werden. Nach spätestens 24 Stunden sollten eventuelle Überreste wieder aus dem Wasser entfernt werden.

Lebendfutter regt den Jagdtrieb der Tiere an und wer dies einmal im Becken beobachtet hat weiss, dass Lebendfutter einfach dazugehört.

Das war der Überblick. Feinheiten wie Aufzuchtfutter, Proteingehalt sowie Ausbrüten von Artemiaeiern sind weitere interessante Themen und werden behandelt wenn die Zeit es zulässt.